Miethöhe

Die Höhe der Miete ist im Mietvertrag schriftlich festgehalten und kann zwischen den Vertragsparteien frei vereinbart werden. Eine Ausnahme bilden hier preisgebundene Wohnungen. Spätere Mieterhöhungen sind an das Gesetz zur Regelung der Miethöhe (MHG) gebunden. Der Vermieter muss die Absicht der Mieterhöhung dem Mieter schriftlich mitteilen und begründen. Der Mieter muss der Mieterhöhung zustimmen und hat dazu eine Frist von zwei Monaten. Nach Zustimmung des Mieters wird die erhöhte Miete ab dem dritten Monat nach Zugang des Mieterhöhungsverlangens fällig.
Stimmt der Mieter der Mieterhöhung nicht zu, hat er ein Kündigungsrecht bis zum Ende des zweiten Monats nach Zugang des Mieterhöhungsverlangens. Dem Vermieter verbleibt das Recht innerhalb von zwei Monaten eine Klage auf Zustimmung einzureichen.
Liegt der Begründung der Mieterhöhung die Anpassung an den qualifizierten Mietspiegel zugrunde, muss der Vermieter darlegen, dass die Anpassung an den Mietspiegel notwendig ist.

Dies kann er auf drei Arten tun:

  • Er ordnet die Wohnung in die entsprechende Kategorie des qualifizierten Mietspiegels ein.
  • Er holt ein Gutachten von einem Sachverständigen ein
  • Er benennt die Höhe der Miete von drei vergleichbaren Wohnungen.

Mieterhöhung aufgrund von Modernisierungsmaßnahmen

Modernisierungsmaßnahmen verbessern die Wohnverhältnisse dauerhaft. Sie erhöhen den Gebrauchswert einer Immobilie und senken die Energiekosten. Die Miete kann aufgrund von Modernisierungsmaßnahmen erhöht werden, wenn der Vermieter die geplante Sanierung schriftlich und spätestens zwei Monate vor Beginn, dem Mieter mitgeteilt hat. Die zur Modernisierung aufgewendeten Mittel können durch einen Aufschlag von 11% auf die Jahresmiete umgelegt werden.
Bei jeder Mieterhöhung gilt die Kappungsgrenze, welche durch die Mietrechtsreform auf 20 % gesenkt wurde. Die Miete darf also in drei Jahren maximal um 30 % ansteigen.